Robert Parker's Punktesystem

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Biografisches

1947 in Baltimore, Maryland, USA geboren, wurde Robert Parker als Weinkritiker und Autor weltweit bekannt. Am College Park in Maryland studierte er Geschichte und Kunstgeschichte und schloss seinen anschließenden Aufenthalt an der University of Maryland nach drei Jahren mit dem akademischen Grad eines "Juris Doctor" ab. Das folgende Jahrzehnt arbeitete er für Baltimors Farmkreditbank. 1984 beendete er diese Tätigkeit, um sich beruflich seinem Hobby, der Bewertung von Weinen zu widmen.

Bereits 1975 schrieb er einen unabhängigen, an den Bedürfnissen der Verbraucher orientierten Leitfaden zum Thema Wein. Drei Jahre später begann er die Arbeit an seinem bekannten Newsletter, in welchem er zu Beginn über Weine aus Bordeaux und Côtes du Rhône berichtete. Aktuell finanzieren etwa 40000 Abonnenten in den USA, Frankreich, England, Deutschland, der Schweiz, Japan, Taiwan, Singapur, Russland, Mexiko, Brasilien und der Volksrepublik China, die Herausgabe des zweimal im Monat erscheinenden Blattes. Zahlreiche weitere Publikationen folgten.

Ab 1993 erhielt Parker zahlreiche Ehrungen, darunter den "Wine and Vine Communication Award" von Moët-Hennessy für die Frankreich- Ausgaben über Burgund und Bordeaux. 1994 wurde ihm vom damaligen französischen Präsidenten François Mitterrand der nationale Verdienstorden überreicht. 1999 wurde er zum Ritter der Ehrenlegion ernannt.

Parker Punkte - Robert Parkers Punktesystem

Robert Parker entwickelte ein Punktesystem, um seine Einschätzungen zu Weinen auszudrücken. Als Basis und niedrigste seiner Bewertungen gelten 50 Punkte. Zu diesem Wert werden maximal fünf Punkte für das Aussehen des Weins, maximal 15 Punkte für den Geruch, maximal 20 Punkte für den Geschmack und weitere zehn Punkte für den Gesamteindruck vergeben. Im Einzelnen haben die Wertungen folgende Bedeutung:

  • 50 bis 59 Punkte sind bei Robert Parker als vernichtendes Urteil zu verstehen, gleichbedeutend mit dem Begriff "appalling", was so viel wie "entsetzlich" bedeutet;
  • 60 bis 69 Punkte besagen, dass es sich nach seiner Meinung immer noch um einen unterdurchschnittlichen Wein handelt;
  • 70 bis 79 Punkte betreffen durchschnittliche Weine;
  • 80 bis 89 Punkte bedeuten, dass der Gesamteindruck des Weines über dem Durchschnitt, an der "Grenze" zu "Sehr Gut" liegt;
  • bei 90 bis 95 Punkten ist Parker der Meinung, einen hervorragenden Wein probiert zu haben und 96 bis 100 Punkte bedeuten, dass es sich um einen außergewöhnlichen, als "extraordinary" gekennzeichneten Wein handelt.

Setzt er zu den Punkten noch ein Pluszeichen, vertritt Parker die Meinung, dass dieser Wein die Fähigkeit besitzt, sich während der Lagerungszeit noch weiter zu entwickeln.

Mit einem Fragezeichen will Parker ausdrücken, dass er unsicher ist, ob dieser Wein in korrekter Verfassung vorgefunden wurde, sich eventuell leicht fehlerhaft entwickeln würde oder ähnliches. Seine Wertungen veröffentlicht Parker nicht nur auf seiner Website, sondern auch in seiner Publikation "The Wine Advocate".

Vor allem in den USA fühlen sich zahlreiche Weinhändler den "Parkerpunkten" verbunden. Eine hohe Wertung veranlasst oftmals Weinfreunde, diesen Wein zu bestellen, ohne zuvor an einer Verkostung teilgenommen zu haben. Auch die "Grand Cru´s" von Bordeaux schwören bei der Vermarktung auf seine Bewertungen. Grand Cru bedeutet wörtlich übersetzt "großes Gewächs", auch mit Deutschlands "Erste(n) Lage(n)" vergleichbar.

Deutscher Wein mit höchsten Parker-Punkten

Mit 100 Punkten zeichnete Parker unter anderem einen Riesling-Eiswein des Weingutes Hermann Dönnhoff im Anbaugebiet Nahe aus. Er wurde bereits zum zweiten Mal von Parker mit der Höchstnote von 100 Punkten ausgezeichnet. Der Wein stammt aus dem Jahr 2002, aus der Lage Brücke in Oberhausen. Ein Jahr zuvor hatte Hermann Dönnhoff bereits mit einem Eiswein aus dem Jahr 2001 Parkers maximale Punkteanzahl erringen können. Dönnhoff beherrscht für Robert Parker nicht nur sein Winzer-Handwerk, er schätzt ihn auch aufgrund seiner besonders sympathischen Ausstrahlung. Zudem kann Dönnhoff als Experte im Ausbau des Rieslings im Eichenholzfass angesehen werden. Parker stellt auch fest, dass er auf die Weinberge großen Wert legt, wobei das Beste gerade gut genug ist. Zusammenfassend wurden bereits über 300 deutsche Weine bzw. Weingüter von Robert Parker getestet.

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