Weißwein

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Weißwein

Bereits 5000 v. Chr. wurden im heutigen Georgien und Irak Weinreben angepflanzt. In der Folge breitete sich der Weinbau im Nahen Osten aus, und etwa 1700 v. Chr. kultivierte auf Kreta das Volk der Minoer erste Edelreben. Im 6. Jahrhundert n. Chr. wurden in das Gebiet um das heutige Marseille Weinreben gebracht, worauf vornehmlich in Italien Reberziehungsmethoden an Bäumen, am Kurzstamm oder in Erdnähe entwickelt wurden. Dank der Römer breitete sich der Weinbau in Deutschland ausgehend vom Rhein und von der Mosel aus.

Weißwein wird vornehmlich aus Trauben produziert, welche sehr helle Haut und ebensolches bis hellrotes Fruchtfleisch aufweisen, worin vor allem Wasser und Säure enthalten sind. Nicht zu vergessen Zucker, welcher im Rahmen der Gärung in Alkohol gewandelt wird. Ein Teil hievon kann als so genannter Restzucker erhalten bleiben. Ein großer Anteil an Restzucker ergibt süßen, eine geringere Menge trockenen Wein.

Im Fruchtfleisch verborgene Phenole zeichnen für Farbe, Geschmack, Geruch und die sogenannte Textur des Weines verantwortlich. Daraus ergibt sich der Unterschied zwischen weißen und roten Weinen. So genannte Tannine in der Schale, den Stielen und den Kernen der Traube verursachen einen bitteren Geschmack. Die richtige Menge jedoch kann die Textur und den Geschmack eines Weins enorm verbessern. Tannine und Säure wirken konservierend. Weine mit einem hohen Anteil an einem oder beider Stoffe halten sich, abgefüllt in Flaschen, viele Jahre. Weißwein hingegen verfügt über keinen nennenswerten Tanningehalt. Und Alkohol zeichnet für Aroma und Qualität verantwortlich. Nach neuesten Erkenntnissen setzt sich das Aroma aus knapp tausend Komponenten zusammen.

Weltweit verbreitet, kann Rieslingwein in Deutschland zur wichtigsten weißen Sorte gezählt werden. Er stellt mit über 22.000 ha und einem Anteil von etwa 22 Prozent die wichtigste deutsche Rebsorte dar. Dies ergibt etwa 60 Prozent der weltweiten Anbaufläche bei Rieslingreben. In der Pfalz werden auf mehr als 5500 ha, an der Mosel etwa 5300 ha, in Rheinhessen auf knapp 3000 ha, im Rheingau auf 2400 ha und an der Nahe mehr als 1000 ha mit dieser Sorte kultiviert. An der Ahr, in Baden, an der Hessischen Bergstraße, der Nahe, in Sachsen und Württemberg spielen Rieslingreben im Bezug auf die Anbaufläche eine untergeordnete Rolle.

Die Herkunft des Namens Riesling ist nicht gesichert. Ob sich der Begriff durch die erstmalige Nennung von "Ruslingwingarten" in einer Wormser Urkunde um 1430/35, oder seiner Neigung zum Verrieseln, dem Abfallen der Blüten bei kühler Witterung ableitet, konnte nicht zweifelsfrei festgestellt werden. Weitere, noch nicht geklärte Fragen sind, ob die Begriffe 'Ries', oder die Abwandlung 'Rus', von 'dunkel', bzw. dunklem Rebenholz, als Namensgeber geeignet sind. Der typische Rieslingwein zeigt sich im Glas in hellem bis sattem Gelb und erfreut mit Aromen, welche an Äpfel, Aprikosen, exotische Früchte und Zitronen denken lassen. Mit dem Welschriesling, der unter anderem in Slowenien, Italien und Österreich angebaut wird, ist der deutsche weiße Riesling nicht zu verwechseln. Weitere in Deutschland wichtige weiße Rebsorten sind Auxerrois, Chardonnay, Chenin Blanc, Grüner Veltliner, Gewürztraminer, Müller-Thurgau, Sauvignon Blanc sowie Weiß- und Grauburgunder. Verfahren zur Produktion von Weißweinen sind in der Regel einfacherer Natur, als es bei Rotwein der Fall ist. Nach zumeist gekühlter Gärung werden Weißweine vornehmlich trocken in Edelstahltanks und vereinzelt in Eichenfässern ausgebaut.

Aus weißen Rebsorten werden neben Dessert- und Süßweinen als Besonderheit auch Eisweine produziert. Die wichtigsten Produktionsbedingungen sind, dass bei mindestens minus sieben Grad Celsius Eisweintrauben gelesen und sofort gepresst werden müssen. Weiters darf das Lesegut keine Beeinträchtigungen durch Botrytis, einer Edelschimmelfäule, zeigen. Dies markiert den Unterschied zu edelsüßen Varianten wie der Beerenauslese und Trockenbeerenauslese. Erzeugt wird Eiswein unter Zuhilfenahme technischer Maßnahmen, wobei Wasser, das schneller gefriert als Fruchtanteile, von diesen getrennt wird. So entstehen aus Trauben mit besonders hohem Zuckergehalt sehr kräftige Süßweine.

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